Warum Flash für die Suchmaschinenoptimierung ungeeignet ist
Flash ist in Sachen Suchmaschinenoptimierung so ziemlich die schlechteste Wahl, die ein Webdesigner treffen kann. Hier erklären wir, warum das so ist – und warum Flash auch in anderer Hinsicht wenig Sinn macht.
Schon Steve Jobs verweigerte Adobe die Gefolgschaft – indem er keinen Flash-Support in das Apple eigene Betriebssystem iOS integrierte. Flash, so Jobs, sei eine überholte Technik. Zumindest in Sachen Suchmaschinenoptimierung hatte er damit völlig recht: Denn Google kann auf Flash basierende Inhalte kaum verarbeiten, Texte, Bilder und weitere Inhalte können deshalb kaum zur Optimierung einer in Flash entwickelten Homepage beitragen.
Warum ist Flash für die Suchmaschinenoptimierung ungeeignet?
Flash ist eigentlich eine tolle Errungenschaft: Denn damit lassen sich unzählige grafische Effekte erzielen, um Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Da jedoch alle Inhalte in Flash integriert werden müssen und dazu die Flash-Oberfläche nutzen, können Texte nicht in Textform dargestellt werden.
Vereinfacht gesagt: Im Prinzip schauen Sie sich auf einer Flash-Webseite ein animiertes Video an, das sich ähnlich wie die Menüfunktionen einer DVD im DVD-Player steuern lässt.
Ein Beispiel: Monoface
Der sehr gelungene Internetauftritt von Mono-1.com überzeugt in Sachen Design, aber eben nicht in Sachen Suchmaschinenoptimierung. Werfen wir einen Blick auf die Homepage:
So sieht der Besucher die Seite. Eigentlich recht ansehnlich, auch etwas Text ist vorhanden. Da Google jedoch keine Inhalte herausfiltern kann, sieht Google die Seite wie folgt:
Wie man sieht, sieht Google nichts: Um in den Suchmaschinen punkten zu können, benötigen Webseiten vor allem Text und Bilder. Eine Flash-Homepage kann eben diese Inhalte nicht in einer für Google lesbaren Form darstellen – und somit können die meisten Suchmaschinen damit nichts anfangen. Für Ihre Seite bedeutet dies: Kein Ranking möglich, es werden Sie keine Besucher in Google oder andere Suchmaschinen finden.
Zurück zu Steve Jobs: Im Zeitalter der mobilen Endgeräte wie dem iPhone, dem iPad und einer Vielzahl weiterer Plattformen ist es nicht nur wichtig, wie die Webseite am Notebook oder PC wahrgenommen wird. Die Zahl der Nutzer, die vor allem mobile Geräte zum Surfen nutzen, steigt stetig an.
Das Problem: Ihre Flashwebseite kann in vielen von diesen Geräten nicht angezeigt werden. Sie erhalten lediglich einen Hinweis darauf, die aktuellste Flashversion herunterzuladen und zu installieren – im Falle des iPhone´s bzw. iPad´s ist das jedoch garnicht möglich, da Apple wie gesagt mobiles Flash erst garnicht unterstützt. Unser Beispiel “mono-1.com” hat dieses Problem damit umgangen, eine 2. für mobile Endgeräte optimierte Version der Homepage zu entwickeln. Im Prinzip würden Sie also ebenfalls eine 2. Homepage benötigen, um auf allen internetfähigen Geräten vertreten zu sein. Damit verbunden sind natürlich die Entwicklung und die Pflege einer weiteren Webseite.
Der Homepage-Baukasten: Vermeintlich günstig und suboptimal
Viele der Homepage-Baukästen der großen Hoster basieren ebenfalls auf Flash, versprechen Ihnen schöne und einfach zu designende Homepages – dass diese jedoch zumindest in Sachen Suchmaschinenoptimierung unbrauchbar sind und auf viele mobilen Endgeräten nicht funktionieren, erfährt der Nutzer jedoch erst dann, wenn es bereits zu spät ist.
Auch die vermeintlich so niedrigen Kosten sind eher das Gegenteil: Bei 19,- Euro im Monat kostet der Homepage-Baukasten nach 2 Jahren bereits etwa 456 Euro. Die Entwicklung eines eigenen Designs nach Ihren Vorstellungen ist kaum teurer und bleibt ohne Folgekosten. Und ganz nebenbei lassen sich die Baukasten kaum für Suchmaschinen optimieren.
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